Tipps für Fernbeziehungen

Eine Fernbeziehung ist in der heutigen Gesellschaft ein sehr aktuelles Thema. Wir haben positive und negative Seiten und vor allem Tipps für Fernbeziehungen zusammengestellt.

Eine Fernbeziehung kann unterschiedliche Gründe haben:

  • Umzug des Partners wegen eines Arbeitsplatzes
  • Unterschiedliche Studienorte
  • Kennlernen im Internet, z.B. auf einer Datingplattform

 

Dadurch können sich Paare in einer Fernbeziehung nicht so oft sehen, wie andere Paare. Unter Umständen habt ihr bisher nur gewöhnliche Beziehungen geführt. Dann kann der Beginn einer Fernbeziehung mit Zweifeln verbunden sein. Ob die Beziehung trotz der Distanz standhält, ob man selber mit einer Fernbeziehung leben kann oder wie lange der Zustand wohl andauern wird und ob er nicht schnell änderbar ist.

Damit die Beziehung nicht an der Distanz scheitert, ist es wichtig, sich der vielleicht neuen Situation zu öffnen. Wir haben daher die positiven Seiten und mögliche Probleme einer Fernbeziehung zusammengetragen und anschließend Tipps für eine erfolgreiche Beziehung auf Distanz.

 

Positive Seiten einer Fernbeziehung:

Intensivere Zweisamkeit

In einer Fernbeziehung sieht ihr euren Partner zwangsläufig weniger als in einer gewöhnlichen Beziehung. Dafür wird die Kommunikation in einer Fernbeziehung oft intensiver und bewusster wahrgenommen. Dadurch, dass ihr euch nicht täglich sehen könnt, teilt ihr Kleinigkeiten über WhatsApp aus, telefoniert stundenlang miteinander oder freut euch besonders, wenn ihr einander über Skype sehen könnt. Ihr nehmt die Kommunikation so viel intensiver dar, da euer Partner eben nicht täglich verfügbar ist. Ein Glück der Moderne, dass Internet und Smartphone eine Fernbeziehung so erträglicher machen und dabei kostengünstig sind.

Durch das seltene Sehen kann auch nur schwer ein Alltagstrott entstehen. Ihr seht euch bei Fernbeziehungen meist nur wenige Tage am Stück oder aber eine längere Zeit am Stück und dann wieder eine lange Zeit nicht. Dadurch entsteht stets eine Vorfreude auf das nächste Treffen, ihr plant gemeinsame Aktivitäten und störende Routine kommt nicht auf. So gesehen kann die Fernbeziehung auch ein Geschenk für euch sein, da ihr den Alltagstrott von anderen Paaren gar nicht kennt.

Mehr Freiheit

Durch die räumliche Distanz habt ihr beide in der Beziehung mehr Zeit und Freiheit für euch. Ihr könnt euch öfter mit Freunden treffen, eure Freizeitaktivitäten nicht mehr mit eurem Partner „abstimmen“, eure Wohnung gestalten, wie ihr möchtet,…

Insgesamt kann jeder von euch sein Leben während der Zeit ohne Partner zu einem Großteil freier führen. Der neu gewonnene Freiraum führt zu mehr Erlebnissen und Anregungen für eure gemeinsame Zeit. Ihr habt euch insgesamt mehr zu erzählen.

 

Mögliche Probleme bei einer Fernbeziehung

Vertrauen und Intimität entwickelt sich nur schwer

In einer gewöhnlichen Beziehung baut sich schnell eine Vertrauensbeziehung durch zahlreiche Treffen auf. Das fehlt bei Fernbeziehungen, da die gemeinsame Zeit erheblich weniger ist. Der Partner wird nur in der gemeinsamen Zeit kennengelernt, ein Alltag entsteht nicht. Die viele Zeit ohne den Partner ist ein Nährboden für Eifersucht und Ungewissheit. Das Problem ist freilich geringer, wenn die Beziehung schon vor der räumlichen Trennung bestand, da dann bereits eine Vertrauensbasis vorhanden ist.

Intimität kann sich in einer Fernbeziehung ebenfalls nur langsam entwickeln bzw. muss stets über einen kurzen Zeitraum genossen werden. Das kann zu einem Problem werden, wenn einer der Partner das Bedürfnis nach täglicher Zärtlichkeit hat.

Auch dieses Problem ist nicht ganz so groß, wenn die Fernbeziehung nur von kurzer Dauer ist oder vorher eine gewöhnliche Beziehung Alltag war.

Kosten

So günstig wie die modernen Kommunikationsmittel sind Verkehrsmittel leider noch nicht. Je nach Entfernung können schon erhebliche Kosten für Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug anfallen. Wenn eure Fernbeziehung dem Studium geschuldet ist, habt ihr vielleicht ein Studententicket für Bus und Bahn und könnt dabei Kosten sparen. Auch die weite Verbreitung von Fernbussen ist ein Tipp für alle Fernbeziehungs-Geplagten, um Kosten zu sparen.

(Noch) weniger gemeinsame Zeit

Die in einer Fernbeziehung schon nur begrenzte gemeinsame Zeit, kann durch andere Verpflichtungen noch weniger werden. Gerade wenn die Fernbeziehung eine Wochenendbeziehung ist, habt ihr vielleicht von eurem (Sport-)Verein Verpflichtungen, wollt endlich mal den Haushalt machen, Familie besuchen, Geburtstagsfeiern stehen an, ihr müsst für’s Studium lernen, etc. Beide Partner müssen sich also auch bei einer Wochenendbeziehung bewusst sein, dass nicht immer das ganze Wochenende nur für den Partner reserviert werden kann. So kann eine Wochenendbeziehung schnell zu einer „Alle-2-Wochen-Beziehung“ oder „Telefon-Beziehung“ werden.

 

Um Vorteile & Nachteile in einer Waage zu halten, einige Tipps für Fernbeziehungen:

Tipp 1: Macht euch die möglichen Probleme in einer Fernbeziehung bewusst, bevor ihr eine Beziehung eingeht.

Gerade wenn ihr ein starkes Bedürfnis nach Nähe eures Partners habt, kann eine Fernbeziehung auf Dauer nicht funktionieren. Die Dauer und Entfernung sind entscheidende Faktoren, um für sich zu entscheiden, ob man mit der Fernbeziehung leben kann. Selbst, wenn du der Meinung bist, dir eine Fernbeziehung überhaupt nicht vorstellen zu können, so ist doch zumindest bei einem Studium, z.B. Auslandssemester die Zeit überschaubar, sodass man es zumindest versuchen sollte.

Tipp 2: Rituale schaffen

Der tägliche Anruf, die Guten-Morgen-Nachricht, der wöchentliche Brief, etc. können in einer Fernbeziehung ein „-Wir-Gefühl“ schaffen. Solche Rituale tragen zudem dazu bei, dass auch in Fernbeziehungen eine Vertrautheit Einhalt entsteht.

Tipp 3: Den Partner am Alltag teilhaben lassen

Jeder erlebt im Alltag Dinge, die er seinem Partner erzählt. Das sind oftmals banale Dinge, die auf den ersten Blick unbedeutend erscheinen, für denjenigen der sie erlebt aber wichtig sind. In gewöhnlichen Beziehungen bekommt der Partner solche Dinge zwangsläufig mit, da dort einfach viel mehr Momente zum Erzählen und Teilen sind. Es ist wichtig, dass der Partner auch in Fernbeziehungen den Alltag von euch mitbekommt. Dies kann dazu beitragen, dass Vertrauen und Nähe entsteht und ihr euch noch besser kennenlernt. Tauscht euch also aus, per Telefon, WhatsApp und Skype und erzählt einander von euren Erlebnissen. Jeder Partner möchte sich doch einen Blick von dem Alltag des anderen machen 🙂

Eine sehr süße Idee haben wir einmal in einem Forum gelesen. Dort berichtete ein Fernbeziehungs-Paar, dass sie sich im Internet individuelle Postkarten haben machen lassen und sich so immer wieder kleine Botschaften und lustige Erlebnisse aus dem Alltag gesendet haben.

Tipp 4: Telefon und Skype statt WhatsApp und E-Mails

Eine Kommunikation nur auf Textbasis trägt nicht dazu bei, dass sich Nähe und Vertrautheit entwickelt. Zudem, ihr werdet das sicher kennen, entstehen dabei gerade durch den Einsatz von Smileys öfter einmal Missverständnisse. Sollte es also möglich sein, kommuniziert bevorzugt per Telefon und Skype. Ihr hört und/oder seht dabei euren Partner, das ist doch viel schöner und vertrauter 🙂

Tipp 5: Kleine Überraschungen oder Geschenke

Den Partner hin und wieder zu überraschen ist schön und wichtig. Das kann in einer Fernbeziehung etwa ein „altmodischer“ Brief per Post ein. Oder aber auch ein Paket für den Liebsten mit Leckereien oder einer Botschaft, einen Vorgeschmack, was ihr zusammen unternehmen werdet, wann ihr euch wiederseht, etc. Seid kreativ. Den größten Überraschungseffekt hat freilich ein spontaner Besuch. Gerade, wenn ihr im Studium seid, könnt ihr eine Vorlesung sausen lassen und euren Partner einen Tag früher überraschen 🙂

Das alles ist natürlich auch abhängig von der Entfernung und der Dauer der räumlichen Trennung.  Mögliche Anregungen findest du auch unter anderem in einem unserer Artikel.

Tipp 6: Datum des nächsten Treffens festlegen

Ganz wichtig in einer Fernbeziehung ist es stets zu wissen, wann die nächste gemeinsame Zeit konkret stattfindet. Eine strikte Planung schränkt zwar die Spontanität ein, sorgt aber dafür, dass die Zeit ohne Partner erträglicher ist, da ein Ende in Sicht ist.

Wir hoffen, dass einige Tipps dir bei deiner Fernbeziehung helfen und du mit deinem Partner trotz der räumlichen Entfernung und der wenigen gemeinsamen Zeit eine schöne Beziehung führst!

 

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